Neue Broschüre "Steinreich im Bergischen - Steinbrüche im Bergischen Land"

Die Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg haben die Broschüre „Steinreich im Bergischen – Steinbrüche im Bergischen Land entdecken“ am Dienstag, den 9. April der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf 32 Seiten bietet die Broschüre viele interessante Einblicke rund um die Steinbrüche im Bergischen Land. Erarbeitet wurde sie im Rahmen des vom Landschaftsverband Rheinland geförderten Projektes „Naturschutz trifft Kulturlandschaft – STEINland“.

Präsentation der Broschüre im Steinbruch Bolzenbach bei Lindlar am 9. April 2019.
Von links nach rechts: Axel Helmus (BSO), Stephan Halbach (Lindlar Touristik), Dr. Bernd Freymann (BSO&BSRB), Jan Spiegelberg (BSO), Frederik Grundmeier (LVR-Freilichtmuseum Lindlar), Daniel Steinbrecher (Zweckverband Naturpark Bergisches Land), Tobias Mika (BSRB)

 

Ob in der Trockenmauer oder als Pflastersteine in den Straßen – überall finden wir die Bergische Grauwacke – das Bergische ist steinreich. Zahlreiche Steinbrüche haben große Löcher in der Landschaft hinterlassen. Doch nur auf diese Weise konnte das wertvolle Baumaterial gewonnen werden und verhalf unserer Region insbesondere zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. „Die Steinbrüche sind ein wichtiger Bestandteil der Bergischen Kulturlandschaft. Daher begrüßt der Landschaftsverband Rheinland es sehr, dass die Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg, gemeinsam mit dem Naturpark Bergisches Land, diesem Thema ein ganzes Heft gewidmet haben.“ freut sich Christoph Boddenberg vom LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit.

„Heute stehen viele der ehemaligen Steinbrüche aus gutem Grund unter Naturschutz“, betont Tobias Mika, Mitarbeiter der Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg. „Aufgelassene Steinbrüche bieten mit ihren mosaikartigen Strukturen aus kleinen Tümpeln, lockeren Schutthalden und steilen Felswänden einen wertvollen Lebensraum für viele selten gewordene Pflanzen- und Tierarten." Um dieses Mosaik zur erhalten, sind in den Naturschutzgebieten regelmäßige Pflegemaßnahmen notwendig, die von den Biologischen Stationen betreut werden.

Die neue Broschüre gibt den Leserinnen und Lesern Einblicke in diese wertvollen Lebensräume und stellt dort vorkommende Pflanzen und Tiere vor. Sie bietet auch einen Exkurs in die Erdgeschichte und berichtet über Fossilien, wie den ältesten Wald der Welt, dessen Überreste in Lindlar entdeckt wurden. Und wer schon immer mal einen Steinbruch besichtigen wollte, erhält wertvolle Ausflugstipps um auf Entdeckungsreise zu gehen.

Möchten auch Sie mehr über die Steinbrüche im Bergischen Land erfahren?

 
Dann laden Sie hier die Broschüre herunter:

Eine gedruckte Version der Broschüre erhalten Sie kostenlos bei den Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg. Ein Versand ist möglich, wenn eine adressierte und mit 1,45 € vorfrankierte DIN A4 Rückversandtasche beigelegt wird.

 

Biologische Station Oberberg
Rotes Haus, Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht

 

Biologische Station Rhein-Berg
Kammerbroich 67
51503 Rösrath

 

Das Projekt „Naturschutz trifft Kulturlandschaft – STEINland“ wird gefördert durch

 

 

Veranstaltungsprogramm 2019

Unser neues Veranstaltungsprogramm ist ab sofort als digitale Version erhältlich!

In gedruckter Form wird es ab sofort im Oberbergischen Kreis verteilt oder kann direkt bei uns am Roten Haus abgeholt werden.

Ob für Groß oder Klein, Singles oder Familien, Menschen mit und ohne Behinderung, es ist wieder für Alle etwas dabei! Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei einigen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen dabei interessante Naturerlebnisse!

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist ab sofort möglich!

Download: Veranstaltungsprogramm 2019

 

 

 

 

 

 

Pflanzentauschbörse der Biologischen Station Oberberg

Die bereits zur Tradition gewordene Pflanzentauschbörse wird am Samstag, den 27. April 2019 von 11 bis 14 Uhr wieder auf dem Gelände vor der Biologischen Station Oberberg in Nümbrecht stattfinden! Veranstalter ist die BSO in Kooperation mit dem NABU Oberberg und dem Rheinischen Landfrauenverband Oberbergischer Kreis.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch von Pflanzen und Erfahrungen zwischen Gartenfreunden, Hobby- und Freizeitgärtnern. Es erwarten Sie viele Infos rund um das Thema Garten, Biogarten, „alte Sorten“, heimische Stauden!

Wenn Sie sich mit einem Stand anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an Frau Birgit Kowalski (02293-90150, oberberg@bs-bl.de)!

Den Handzettel zur Pflanzentauschbörse 2019 finden Sie hier:

Download: Handzettel 2019 Symbol für PDF

 

Hinweis für Menschen mit Behinderung: Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie Unterstützungsbedarf haben. Ein/e Gebärdensprachdolmetscher/in wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Steigerung der Landschaftsvielfalt durch gezielte Vermehrung von Getreideflächen im Bergischen Land

Die Feldlerche wurde 2019 zum Vogel des Jahres gewählt und zählt deutschlandweit zu den besonders geschützten Arten. Mit dieser Wahl soll auf den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft und dem damit einhergehenden kontinuierlichen Rückgang der Feldlerchenpopulation in Deutschland hingewiesen werden.

Auch im Bergischen Land findet man den in den 1960er Jahren hier weit verbreiteten Feldvogel kaum noch. Dieser baut sein Nest vorzugsweise in lichten Getreideäckern, wo ausreichend Ackerwildkräuter vorkommen und er somit eine hohe Zahl an Insekten für seine Jungen vorfindet. Die Anzahl der Ackerflächen ist jedoch im Vergleich zu 1960 im ganzen Bergischen Land zu Gunsten der Grünlandwirtschaft stark zurückgegangen. So ist die Feldlerche bei uns akut vom Aussterben bedroht.

Feldlerche mit aufgestellter Haube © Reiner Jacobs

 

Mit der Unterzeichnung der Zielvereinbarung im Rahmen des Projekts Modellregion Landwirtschaft und Naturschutz ­ Bergisches Land, haben sich Partner und Unterstützer auch zum Thema Landschaftsvielfalt im Bergischen Gedanken gemacht und ein Konzept zur gezielten Vermehrung von Getreideflächen ausgearbeitet. Ziele sind dabei die

  • Erhaltung der Biologischen Vielfalt durch Schaffung von neuem Lebensraum
  • Förderung der Feldvögel insbesondere der Feldlerche und des Kiebitzes
  • Förderung der Ackerwildkräuter
  • Erhöhung der Biodiversität auf bisher intensiv genutzten Grünlandflächen
  • Stärkung der regionalen landwirtschaftlichen Betriebe (Stärke-/ Energie-Input)
  • Förderung des Landschaftserlebens und einer vielfältigen Kulturlandschaft

Hierzu sollen in begrenztem Umfang artenarme (!) intensiv genutzte Grünlandflächen in Ackerflächen mit Getreideanbau umgewandelt werden. Diese können bei der Biologischen Station Oberberg und Rhein-Berg von Bewirtschaftern für die Teilnahme an dem Projekt gemeldet werden. Anschließend findet eine naturschutzfachliche Prüfung durch Vertreter der Landwirtschaft und des Naturschutzes über die Eignung der Fläche statt, sowie eine Beantragung zur zeitlich begrenzten Befreiung vom Grünlandumbruchsverbot. Die umgewandelte Ackerfläche sowie eine weitere gleich große bestehende Ackerfläche müssen mindestens in einer dreigliedrigen Fruchtfolge bewirtschaftet werden. Individuell können mit dem Bewirtschafter weitere freiwillige Maßnahmen, wie das Ackerrandstreifenprogramm, vereinbart werden um die oben genannten Ziele zu erreichen.

Bei Interesse an dem Projekt können Sie uns gerne kontaktieren:

Biologische Station Oberberg

Olaf Schriever: E-Mail:  Schriever@BS-BL.de     Tel.: 02293 / 90 15 16

Agnes Horwath: E-Mail: Horwath@BS-BL.de      Tel.: 02293 / 90 15 295

 

Biologische Station Rhein-Berg:

Julia Blumenthal: E-Mail: Blumenthal@BS-BL.de     Tel.: 02205 / 94 98 94 12

 

Unter folgenden Verlinkungen finden Sie im Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin den Ruf des Kiebitzes und den Gesang der Feldlerche.

 

 

Lese-Buch Landschaft - Die Landschaft im Bergischen Land in Leichter Sprache

Pressetermin Vorstellung Lesebuch Landschaft in Leichter Sprache

Voller Stolz wurde das Lese-Buch Landschaft in Leichter Sprache am 6.11.2018 präsentiert. Von links nach rechts: Christine Wosnitza (BSO), Axel Helmus (BSO), Michael Bey (BWO), Ursula Mahler (2. stellvertretende Landrätin OBK), Franziska Steeg (Umwelt-Assistentin), Christopher Bourbones (Umwelt-Assistent), Timo Wadood (Umwelt-Assistent), Michael Zießow (Umwelt-Assistent), Manuela Thomas (BSO)

Die Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg haben das „Lese-Buch Landschaft – Die Landschaft im Bergischen Land – Leichte Sprache“ am Dienstag, 6. November, der Öffentlichkeit vorgestellt. Entwickelt wurde es mit dem Landschaftsverband Rheinland als Projektförderer und dem Naturpark Bergisches Land als Kooperationspartner im Rahmen des LVR-Projektes „Freizeit und Lernen inklusiv gestalten – Natur für alle“.

Die Broschüre erklärt auf 36 Seiten in Leichter Sprache, was Kulturlandschaft ist, wie ihre Elemente im Bergischen aussehen und wie man sie erhalten, erfahren und nutzen kann. Kräutertipps und ein Rezept ergänzen Informationen über Pflanzen und Tiere, die bei uns leben. Grafiken und Fotos unterstützen beim Lesen.

Christine Wosnitza, stellvertretende Geschäftsführerin der Biologischen Station Oberberg (BSO), sagte bei der Vorstellung: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Broschüre allen Menschen zugänglich zu machen, die auf Leichte Sprache angewiesen sind, beispielsweise Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.“

Mitarbeitende der Behinderten Werkstätten Oberberg (BWO) unterstützen die Biologische Station. Als Umwelt-Assistenten ermöglichen sie inklusive Naturerlebnisse. Michael Bey von der BWO betonte, die Zusammenarbeit mit der BSO fördere das Selbstbewusstsein seiner Mitarbeitenden: „Sie sind stolz, bei Führungen ihr Wissen weitergeben zu können und Natur für andere erlebbar zu machen.“ Die Umweltassistenten beteiligten sich auch an der Themenfindung: Ihre Ideen spiegeln sich im „Lese-Buch Landschaft“ wieder. Die Geschichte vom Zauber-Baum, die „Kletter-Füße“ der Hasel-Maus, Garten-Genüsse und die Erklärung, wie man eine Sonnen-Blume pflanzt, sind nur einige Beispiele.

Streuobstwiese

Leichte Sprache zielt auf Verständlichkeit. Die Sätze sind kurz. Binde-Striche erleichtern das Lesen zusammengesetzter Wörter. Das Lese-Buch Landschaft ermöglicht es Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen komplexe Texte nicht erfassen, das Thema Kulturlandschaft zu verstehen. Ursula Mahler, 2. stellvertretende Landrätin des Oberbergischen Kreises, lobte: „Diese Broschüre in Leichter Sprache ist Teil eines LVR-Projektes, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Bergische Landschaft in ihrer Vielfältigkeit darzustellen und möglichst viele Menschen zu erreichen.“ Mehr noch: „Wir verdeutlichen damit einmal mehr, dass uns Inklusion nicht nur am Herzen liegt, sondern tatsächlich mitgedacht wird – gerade im Oberbergischen Kreis.“
 
Möchten auch Sie mehr über die Kulturlandschaft im Bergischen Land erfahren?
Dann laden Sie hier die Broschüre herunter:

Lesebuch Landschaft in Leichter Sprache (4 MB)

Das Lese-Buch Landschaft in Leichter Sprache gibt es bei Einreichung einer adressierten und mit 1,45 € vorfrankierten DIN A4 Rückversandtasche kostenlos bei:

 
Biologische Station Oberberg
Rotes Haus, Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht

Biologische Station Rhein-Berg
Kammerbroich 67
51503 Rösrath

Das Projekt „Freizeit und Lernen inklusiv gestalten – Natur für alle“ wird gefördert durch

 

Neue Broschüre „Wiesen und Weiden im Bergischen Land – erkennen-entdecken-wertschätzen

„Welche Pflanze ist das?“ fragen sich Interessierte an diesem sonnigen Sommertag beim Blick auf eine violette Blüte auf einer steilen Weide entlang des Weges. Ein schwarz-weiß gemusterter Schmetterling trinkt dort den Nektar und fliegt danach weiter. Es handelt sich dabei um einen Schachbrettfalter. Die Weide wird im Vertragsnaturschutz bewirtschaftet. Das bedeutet, dass hier nur verhältnismäßig wenige Rinder weiden dürfen. Daher blühen hier noch viele bunte Blumen, z.B. auch die violetten Wiesen-Witwenblumen.

Ein Schmetterling, ein Schachbrettfalter, sitzt auf einer Blüte einer einer Wiesen-Witwenblume und saugt Nektar.
Foto: Olaf Schriever

Die neu entwickelte, gut 100 Seiten umfassende Broschüre soll dabei helfen, 43 charakteristische Wiesen-Pflanzen des Bergischen Landes mit Hilfe von Zeichnungen, Fotos und Texten zu erkennen. Im besonderen Fokus stehen dabei drei regional typische Grünland-Lebensräume: artenreiche Heuwiesen, Magerweiden und Feuchtwiesen. Diese zu erhalten haben sich die Partner der Modellregion auf die Fahne geschrieben und werden dabei unterstützt von dem Oberbergischen Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis sowie dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ein wichtiges Instrument zum Erhalt des artenreichen Grünlandes ist der Vertragsnaturschutz, der auch besonders im Rahmen der Modellregion gefördert wird. Landwirte und Landwirtinnen bewirtschaften dabei ihre Flächen nach bestimmten auf naturschutzverträgliche Weise und werden dafür finanziell honoriert. Nicht zuletzt tragen sie durch diese Arbeit auch zu dem Blütenreichtum und damit zum reichhaltigen Angebot an Nektarpflanzen für Insekten auf unseren bergischen Wiesen und Weiden bei.

Möchten auch Sie mehr über die bunte Pflanzenwelt in unserer Region erfahren?

Dann laden Sie hier die Broschüre herunter:

Broschüre Wiesen Weiden Symbol PDF (7 MB)

Die gedruckte Version erhalten Sie kostenlos bei den Biologischen Stationen. Der Versand ist möglich, wenn eine adressierte und mit 1,45 € vorfrankierte DIN A4 Rückversandtasche beigelegt wird.

Biologische Station Oberberg
Rotes Haus, Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht

Biologische Station Rhein-Berg
Kammerbroich 67
51503 Rösrath

 

Naturerleben in den Ferien 2018

Naturforscherkids mit und ohne Behinderung unterwegs mit der Biologischen Station Oberberg

Eine Kindergruppe sitzt im Wald.

Hast Du Spaß an Farben und willst Du mit anderen Kindern die Farben der Natur erkunden? Wir gehen dem Geheimnis der Naturfarben auf die Spur und wollen diese kreativ nutzen. Wo finden wir rot, gelb oder blau und wie können wir die verschiedenen Farben benutzen? Wir malen, drucken, färben, experimentieren, spielen und faulenzen. Unsere hungrigen Bäuche füllen wir mit leckerem, selbst gekochtem Essen. Im Dunkeln wartet am letzten Abend eine tolle Lagerfeuerrunde, mit Zeichenkohle und spannenden Geschichten rund ums Thema Pflanzenfarben, auf uns. Wir freuen uns mit Euch eine tolle Zeit im Farbenrausch der Natur zu erleben!

Termin: Montag, 13.08. bis Mittwoch, 15.08.: 09:30 – ca. 16:00 Uhr, Donnerstag, 16.08.: 18:00 – ca. 22:00 Uhr

Alter: Angebot für Kinder mit und ohne Behinderung von 8-12 Jahren

Treffpunkt: Biologische Station Oberberg, Landschaftshaus, Schloss Homburg 2, 51588 Nümbrecht

Kosten: 20,- Euro pro Kind, Ermäßigung möglich, zuzüglich 8,- Euro für Mittagessen

Leitung: Dominic Pritz

Ansprechpartnerin: Christine Wosnitza, 02293-9015-14

Anmeldung: Biologische Station Oberberg, Tel.: 02293/90150; Mail: oberberg(AT)bs-bl.de

Hinweise für Kinder mit Behinderung: Individuelle Absprachen auf Grund besonderer Bedürfnisse sind jederzeit möglich.

Veranstaltung fällt bei Regen nicht aus!

Flyer als PDFSymbol für PDF Datei

Die Ferienaktion wird gefördert durch